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Veröffentlichung einer Dissertation

(Die nachfolgenden Hinweise sind zur ersten Orientierung gedacht und erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.)

Im Gegensatz zu Diplom- und Magisterarbeiten müssen Dissertationen in aller Regel publiziert werden. Grundlage hierfür sind die diversen Promotionsordnungen sowie eine entsprechende Empfehlung des Wissenschaftsrates.

Es wäre jedoch falsch, hierin einen lästigen Zwang zu sehen. Im Gegenteil stellt die Veröffentlichung einer eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit eine große Chance dar, wahrgenommen zu werden. Eine Doktorarbeit sollte nie ausschließlich zu dem Zweck verfasst werden, den entsprechenden akademischen Grad zu erlangen. Vielmehr besteht mit der Dissertation die Möglichkeit, aktiv als wissenschaftlicher Publizist in eine Forschungsdiskussion einzugreifen. Je nach Thema und Aussage kann eine Dissertation darüber hinaus auch für eine breitere öffentlichkeit von Interesse sein.

Ob es nun darum geht, ein kleines Fachpublikum anzusprechen oder eine größere Zahl von Lesern – Voraussetzung ist immer die Publikation der Arbeit.

Hierfür gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Kopieren und Binden einer größeren Zahl von Exemplaren
  2. Veröffentlichung als Mikrofiche
  3. Elektronische Publikation
  4. Veröffentlichung in einem (Fach-)Verlag
  5. Publikation über „book on demand“

 

Möglichkeit 1) scheint die naheliegendste zu sein, kennt man sie doch in der Regel schon von der Magister- oder Diplomarbeit. Der Nachteil: Die Arbeit ist weder über den klassischen Buchhandel noch über moderne Online-Händler wie amazon erhältlich, auch nicht über wissenschaftliche Fachbuchhandlungen.

Die Möglichkeit 2) teilt diesen Nachteil. Hinzu kommt, dass kaum noch jemand längere Texte als Microfiche lesen möchte. Diese Variante ist im Aussterben begriffen.

Die Chance der elektronischen Publikation liegt in einer – wenigstens theoretisch – weitläufigen Zugänglichkeit. Indessen sind die entsprechenden Systeme nicht immer ausgereift. Der Hauptnachteil liegt darin, dass nur wenige Leute in diesen Systemen nach Informationen suchen. Wer mit seiner Arbeit möglichst viele Leserinnen und Leser ansprechen möchte – gleichgültig, ob ausschließlich Fachwissenschaftler oder auch andere – verschenkt hier Möglichkeiten.

Die Veröffentlichung in einem wissenschaftlichen Verlag bietet die größten Chancen, das Zielpublikum zu erreichen. Verlage verfügen über Kontakte, sorgen für ein ansprechendes Layout, versehen das Buch mit einer ISBN (Internationale Standard-Buchnummer) und vertreiben es über den klassischen Buchhandel, moderne Online-Händler sowie wissenschaftliche Fachbuchhandlungen. Gegebenenfalls sorgt ein professionelles Lektorat für eine ansprechende sprachliche Gestaltung. Der Nachteil ist, dass auf den Doktoranden meistens Kosten zukommen. Auch nimmt nicht jeder Fachverlag jede beliebige Dissertation auf. Die Kostenfrage relativiert sich jedoch, weil Autoren, die in Verlagen veröffentlichen, im Allgemeinen Anspruch auf Zahlungen der VG Wort haben (Verwertungsgesellschaft für Printveröffentlichungen, entspricht etwa der GEMA bei Musik). Auch zahlen Verlage zumeist ein Autorenhonorar für verkaufte Exemplare.

Auch über die Publikation im „book on demand“-Verfahren kann eine Dissertation im Buchhandel bestellbar werden. Zu beachten ist allerdings, dass nicht alle „book on demand“-Anbieter diese Möglichkeit vorsehen. Der Hauptnachteil des Verfahrens ist aber darin zu sehen, dass grundsätzlich jeder per „book on demand“ veröffentlichen kann. Es kann also passieren, dass die mühevoll erstellte wissenschaftliche Arbeit dann zwischen Schundromanen, Esoterik-Büchern und fragwürdigen politischen Pamphleten erscheint. Auch betreiben „book on demand“-Anbieter in der Regel keine Werbung für die Bücher. Buchhändler, die nicht an das jeweilige „book on demand“-System angeschlossen sind, können die Arbeit nicht bestellen.

Welche Möglichkeit genutzt wird, hängt also von den Faktoren Kosten, Aufwand und Chancen ab. Im jedem Fall empfiehlt es sich, Vor- und Nachteile abzuwägen. Auch können Promotionsordnungen Vorgaben enthalten, die nicht von allen Verfahren erfüllt werden.

 

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